Die „Freunde des Lohseparks“ verstehen sich als Nachbarschaftsinitiative, die sich für Gemeinschaft und Umwelt engagiert. Nach

ihrer Gründung im Frühjahr 2016 zimmerten sie Nistkästen, statteten Apfelbäume mit Schildern zu ihrer jeweiligen Sorte aus

(Boskoop, Gravensteiner und andere) und sammelten ab Spätsommer das Fallobst einzusammeln. Die Apfelernte 2016 stellte einen

ersten Höhepunkt dar: 300 Kilo Äpfel wurden gesammelt und fast 140 Liter Saft produziert.

„2017 fällt die Ernte leider nicht so üppig aus, auch weil Unbekannte leider die unreifen Äpfel von den Bäumen geschüttelt haben“,

berichtet Marianne Wellershoff, eine der Gründerinnen und Gründer der Initiative. Doch davon wollen sich die HafenCity-Nachbarn

nicht den Elan nehmen lassen. „Wir pflücken die letzten Früchte, die noch an den Ästen hängen, dazu gibt es Apfelkuchen und

Apfelsaft“, so Wellershoff. Zugleich werden die „Freunde des Lohseparks“ am 08.10. ein neues Projekt vorstellen: „Wir bauen

Insektenhotels“, verrät Wellershoff.

Die Bäume im Lohsepark, darunter auch Eichen, Linden, Erlen, Hainbuchen, Obstbäume, Lebkuchen- und Schnurbäume, sind von

hohem ökologischem Wert in ihrem dichten urbanen Umfeld. Sie spenden Schatten, verbessern das Mikroklima, optimieren die

Pflanzenvielfalt und schaffen Lebensräume für die Tierwelt durch Verstecke, Brut- und Nistplätze. Die „Freunde des Lohseparks“

engagieren sich für den Erhalt dieser Vielfalt und schaffen dabei intensive nachbarschaftliche Beziehungen und Kontakte