House of Cards, Game of Thrones oder Breaking Bad – der Begriff „Serien“ weckt Assoziationen zu erfolgreichen TV-Formaten. Doch markiert der Terminus nicht nur eine beliebte Form des popkulturellen Erzählens. Das Prinzip Serialität lässt sich in mannigfaltigen gesellschaftlichen Bereichen wiederfinden: Angefangen bei der seriellen Warenproduktion des Fordismus, über die Serigrafien in der Kunst Andy Warhols, bis hin zu den Naturwissenschaften, die über das Prinzip der Wiederholung erst Gültigkeit markieren. Ebenso lassen sich in Literatur, Architektur oder Fotografie serielle Werkzyklen ausmachen. In der philosophischen und kulturwissenschaftlichen Reflexion wird die Serie als ein für die Moderne typisches Ordnungsmuster begriffen. Die interdisziplinäre Vortragsreihe möchte dazu einladen, gemeinsam die verschiedenen Bedeutungsgehalte des Seriellen auf theoretischer, historischer und praktischer Ebene zu erörtern.

 

Montags, 18.15 bis 19.45 Uhr, Hörsaal 150

Erster Termin: 31. Oktober 2016, Prof. Dr. Christine Blättler (Universität Kiel), „Die Serie als Ordnungsmuster“

Organisation: Prof. Dr. Regula Valérie Burri, Fachgebiet: Wissenschafts- und Technikkulturen