Lichtshow
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Die Lichtinszenierung zur Eröffnung war grandios, aber leider meist nur im Fernsehen gut zu sehen

Was für eine großartige Idee: Gekoppelt mit der Musik der Eröffnung des großen Saals wurde die wasserseitige Fassade der Elbphilharmonie in ein buntes Feuerwerk aus Licht getaucht, besser als jedes Feuerwerk. Schon Tage vor der Eröffnung sorgten die Proben für starke Bilder, das nebelige Wetter im Vorfeld des Großereignisses teilweise für den Eindruck eines landenden Raumschiffes aus einem Science-Fiction-Film und begeisterte schon vorab.

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Es gab mit Sicherheit gute Gründe dafür, die phänomenale Lichtinszenierung zur Eröffnung der Elbphilharmonie nur zur Wasserseite auszurichten. Schade war es jedoch. Über 300 Laser, Projektoren und Scheinwerfer machten aus dem ehemaligen Kaispeicher A ein eigenständiges Kunstwerk, das sich aber der Mehrheit der Hamburger Öffentlichkeit entzog. Ein Kunstwerk für die Medien, für große Bilder inszeniert, die um die Welt gehen, doch in Hamburg selbst meist nicht gut zu sehen. Einzig von der gegenüberliegenden Elbseite – die Elbe selbst, ob der Sicherheit abgesperrt – hatten die Hafenarbeiter am Steinweg-Terminal und bei Sasol einen optimalen Blick. Und doch harrten einige wenige Handvoll unentwegter wetterfester Schaulustiger bis zum Höhepunkt der Schau zu Beethovens Neunter bei den Musicals und dem Norderelbstraßenanleger aus, teilweise nass bis auf die Knochen, um dann mit Bildern belohnt zu werden, die Hamburg so noch nicht gesehen hatte.

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Davon möchte man mehr sehen, und man fragt sich unwillkürlich, warum es eigentlich kein integriertes Lichtkonzept für die Elbphilharmonie gibt. Klar, Wohnungen und Hotel entziehen sich einer gesteuerten Lichtinszenierung innerhalb der Fenster, doch es gibt genügend Flächen, die offen für ein Lichtkonzept wären und das neue Hamburger Wahrzeichen eindrucksvoll inszenieren könnten, abseits vom Blue Port zu Hafengeburtstag und Cruise Days.  

 

(Foto: MB)