Zum ersten Mal seit 1989 findet das Festival „Theater der Welt“ wieder in Hamburg statt. Vom 25. Mai bis zum 11 Juni wird Hamburg zum Hafen für die Künstler der Welt. Von Hamburg bis Samoa, von New York bis Kairo oder Damaskus, von Sydney über China bis Rio de Janeiro wurden Künstlerinnen und Künstler nach Hamburg eingeladen, die die Entwicklung der performing arts international vorantreiben und das Spektrum weltweiter Theaterentwicklungen aufzeigen wollen. Das vielfältige Angebot reicht über Schauspiel, Performance, Tanz und Literatur bis hin zu einem Crossover mit bildender Kunst, Film und Musik.

Mit mehr als 330 Veranstaltungen wird neben den Spielstätten der beiden veranstaltenden Häuser Kampnagel und Thalia Theater auch der Hafen mit mehreren Spielorten, darunter das Baakenhöft und die Elbphilharmonie in der HafenCity, zum Veranstaltungsplatz werden. Als Ort des Aufbruchs, der Ankunft und als Umschlagsplatz für den weltweiten Handel soll der Spielort Hafen thematischer Ausgangspunkt für das Festival sein. 18 Tage lang sind Zuschauer und Künstler aus aller Welt eingeladen, ein Gegenmodell zum gegenwärtigen Zeitgeist von Nationalisierung und Abschottung zu erleben. Zugleich soll das Festival, so die Veranstalter, mit künstlerischen Mitteln wenige Wochen vor dem G20 Gipfel daran erinnern, dass eine gerechte Weltinnenpolitik nur mit Respekt vor der Vielfalt der Kulturen möglich ist. Das Festival sei, so Kultursenator Carsten Brosda „nach der Eröffnung der Elbphilharmonie der zweite kulturpolitische Kraftakt des Jahres“. Die im Oktober 2016 verstorbene Kultursenatorin Barbara Kisseler habe das „bewusst so ins Werk gesetzt“, so Brosda, weil es nicht nur um die Eröffnung eines Konzerthauses gehen könne, sondern darum, „die Kulturangebote in ihrer Breite in der Stadt gerade in diesem Jahr zu präsentieren“.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz wird das Festival am Donnerstag, dem 25. Mai im Thalia Theater gemeinsam mit dem afrikanischen Historiker und Philosophen Achille Mbembe eröffnen, am Abend beginnt dann das Festival mit zwei großen Gastspielproduktionen auf Kampnagel, im Thalia Theater mit dem Theaterstück „Schimmelreiter“ und im Kakaospeicher am Baakenhöft im ehemaligen Afrikaterminal mit der Uraufführung von „Children of Gods“ von Regisseur Lemi Ponifasio. Vor dem Kakaospeicher wird das große Thalia-Theaterzelt aufgeschlagen und hier befindet sich auch das Festivalzentrum, in dem sich Publikum, Künstler und lokale wie internationale Akteure begegnen können. Die MS Stubnitz, die für die Zeit des Festivals am Baakenhöft festmacht, wird ebenso zum Spielort, wie der Oberhafen, die Elbphilharmonie und weitere Orte in der HafenCity.

Diverse Ur- und Erstaufführungen, ein umfangreiches Konzertprogramm, Symposien, Workshops, Vorträge und Lesungen finden dann bis zum 11. Juni auf Kampnagel, im Thalia Theater und in der HafenCity
statt. Zahllose Hamburger Gruppen und Institutionen sind Kooperationspartner der Produktionen und binden so die zunehmend internationale Kultur-Szene Hamburgs ein. Zu ihnen gehören unter anderem private Theater, das Harbour Front Literaturfestival und die Katharinenkirche. Der Kartenvorverkauf ist gestartet. n     TEN

 

Weitere Informationen unter www.theaterderwelt.de