Die Plakatfront am Zollkanal schirmt schon jetzt die Speicherstadt gegen die andere Seite ab

Die Plakatfront am Zollkanal schirmt schon jetzt die Speicherstadt gegen die andere Seite ab

Die HafenCity zum 3.Oktober…

Die Zahlen der gerüchteweise erwarteten Demonstranten steigen, die der erwarteten Polizisten auch, nur die Zahl der erwarteten Besucher sinkt. 4000 Polizisten sollen die Brücken zur HafenCity besetzen, um die HafenCity gegen 2000 erwartete Demonstranten zu schützen. Ein seltener strategischer Vorteil, den die HafenCity gegenüber allen anderen Hamburger Stadtteilen besitzt soll für Sicherheit sorgen. Zollkanal, Oberhafen und Elbe trennen den Stadtteil von außen ab und die HafenCity kann nur über Brücken betreten werden. Hier setzt das Sicherungskonzept der Polizei an.

Die Demonstration der Protestler geht bis an den Zollkanal, dann ist aber Schluß. Ab hier will die Polizei verhindern, dass gewaltbereite Demonstranten in die HafenCity einsickern. Besucher sollen an den Brücken genau kontrolliert werden. Bedeutet im Umkehrschluß: Bewohner auch – oder wird es extra einen Kontrollpunkt für Anwohner geben? Selbst hartgesottene Enthusiasten beginnen sich zu fragen, wo das hinführt. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall vorher einkaufen zu gehen, während der Veranstaltung werden Besorgungen keinen Spaß machen. Mit Verspätungen bei Fahrten auch aus den Ausweichparkhäusern ist zu rechnen, wie heute morgen schon zu sehen war ist Autofahren derzeit kein Vergnügen.

 

Nun ist bei den Veranstaltern Fingerspitzengefühl gefragt. Möchte man die HafenCity als potentiellen Ort von Veranstaltungen bewahren oder als Ort profilieren, an dem zukünftig die Bewohner gegen die Veranstaltungen protestieren statt der üblichen Demonstranten. Das nächste Wochenende wird es zeigen.