Sturzbach in die Tiefgarage
Sturzbach in die Tiefgarage

Reichlich Wasserschaden in der HafenCity

Nur wenige Zentimeter Wasser reichen, um richtig Ärger zu machen. Eine Erfahrung die diesmal beim Sturm Herwart ganz besonders einige Hausgemeinschaften am Sandtorkai machen mussten. Trotz rechtzeitiger Warnung konnten die Flutschutztore nicht rechtzeitig geschlossen werden. Ein gerade vor einem Monat neu eingesetzter Dienstleister erschien nicht vor Ort, der alte Dienstleister – noch im Nebengebäude tätig – stand tatenlos daneben und sah mit zahlreichen Schaulustigen dem Drama zu. Einige Bewohner schafften es immerhin noch ihre Fahrzeuge durch knietiefes Wasser aus der Garage zu fahren.

Letzte Zuckungen eines Autos, das Wasser schließt die Elektrik kurz
Letzte Zuckungen eines Autos, das Wasser schließt die Elektrik kurz

Gleich nebenan in den Tiefgaragen des Vespucci-Hauses wäre dies ein lebensgefährliches Unterfangen gewesen, das Wasser schoss in einer Sturzflut in das Untergeschoss, die einspringen Wasserpumpen kamen mit den Wassermassen nicht mehr zurecht. Auch in der Speicherstadt liefen zahlreichen Untergeschosse voll. Unnötig zu erwähnen, dass natürlich auch wieder zahlreiche Autos auf den tiefergelegenen Flächen rund um die HafenCity dem Wasser zum Opfer fielen. Zum Höchststand des Wasser bei knapp 10 Metern standen die Autos bis zu einem Meter unter Wasser – da funktioniert die Zündung schlicht nicht mehr.

Die Feuerwehr im Dauereinsatz
Die Feuerwehr im Dauereinsatz

Auch im Oberhafen hieß es Landunter, die Oberhafenkantine machte mal wieder die Erfahrung, wie es ist den Keller zu evakuieren. Bei Spitzenböen von bis zu 111 Stundenkilometern wurde auch der Strandkai komplett überflutet, Rund 1000 Helfer von THW und den Feuerwehren pumpten Keller und Tiefgaragen aus, schleppten Autos ab und retteten sogar in den Vier- und Marschlanden eine Rinderherde aus dem Wasser. Die Aufräumungsarbeiten in den betroffenen Häusern werden noch Tage dauern, der Schaden geht in die Millionen. Dem verantwortlichen Dienstleister am Sandtorkai kann man nur wünschen, dass seine Versicherung die Schäden decken wird und künftig die Finger von Flutschutzaufgaben lässt.

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