Hamburg Kreativ Gesellschaft, Kulturbehörde und Verein „Ateliers für die Kunst“ schreiben Atelierflächen und Arbeitsräume in Hamburgs UNESCO-Welterbe aus

 Mit dem Kreativspeicher M28 entstehen in Hamburgs historischer Speicherstadt neue Atelierflächen, Werkstätten und Arbeitsräume. Kreative aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen können sich ab sofort auf die von der Hamburg Kreativ Gesellschaft, der Kulturbehörde und dem Verein „Ateliers für die Kunst“ (AfdK e.V.) ausgeschriebenen Flächen im UNESCO-Welterbe bewerben. Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) als Eigentümerin richtet insgesamt 5.300 Quadratmeter auf acht Etagen her. Diese Flächen werden ab November 2017 nach Abschluss der laufenden Sanierungsarbeiten im Speicherblock M28 zur Verfügung stehen und zu Quadratmeterpreisen zwischen 4,48 Euro und 7,56 Euro (nettokalt) angeboten. Für die behutsame Sanierung der Speicher und die Umsetzung des Kreativ-Konzepts ist HHLA Immobilien verantwortlich.

Kultursenator Dr. Carsten Brosda: „Der Umbau des Speichers M28 für die Nutzung durch Kreative ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Konzepts für die Entwicklung der historischen Speicherstadt, das der Senat 2012 vorgelegt hat und in dem ein Schwerpunkt auf der kulturellen Umnutzung alter Hafenflächen liegt. Der Ort wird künftige Nutzer inspirieren, die Entwicklung in der HafenCity positiv beeinflussen und damit zur gesamten Entwicklung der inneren Stadt beitragen.“

Klaus Hadaschik, Geschäftsführer HHLA Immobilien: „Der beste Denkmalschutz ist langfristig eine belebende Nutzung der insgesamt 300.000 Quadratmeter Fläche in der Speicherstadt. Um dieses einzigartige Quartier dauerhaft zu erhalten, kümmern wir uns mit viel Engagement und Kreativität um seine Weiterentwicklung. Deshalb passen die neuen Mieter ideal zu unserem Konzept der Vielfalt.“

 Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft: „Ein UNESCO-Welterbe täglich genutzt und belebt durch Kultur und Kreativwirtschaft scheint mir eine wirklich ideale Lösung für alle Seiten. Damit setzten wir einen Teil der Vorgaben des Masterplans um und freuen uns nach den positiven Erfahrungen mit allen Beteiligten auf den nächsten Schritt.“

Sylvia Henze, Vorstand des AfdK e.V.: „Bildende Künstlerinnen und Künstler sowie Kreative setzen durch ihre Tätigkeit wichtige Impulse gerade für eine Stadtgesellschaft. Dazu bedarf es der direkten Auseinandersetzung vor Ort. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass die Ateliers an dieser wichtigen Schnittstelle von Tradition und Gegenwart Hamburgs entstehen, und hoffen, dass in Zukunft weitere Atelierflächen mit günstigen Mietkonditionen im Sinne einer Förderung geschaffen werden.“

Der Speicher M28 befindet sich in einer sehr zentralen und exponierten Lage im UNESCO-Welterbe Speicherstadt, direkt am Fleet Am Sandtorkai 27/28. Die Flächen werden etagenweise vermietet. Sie können durch die jeweiligen Mieter oder Mietergemeinschaften weiter unterteilt werden. Die Böden 1 bis 6 sowie das Dachgeschoss mit Flächen von 485 bis 630 Quadratmetern werden mit Elektrizität, Heizungen, Wasseranschlüssen und etagenweise Pantryküchen als Atelierfläche hergerichtet und für Manufakturen oder Werkstätten für künstlerische und kreativwirtschaftliche Tätigkeiten nutzbar sein.

Für die Nutzung der Erdgeschossfläche wird ein Konzept gesucht, das sich an ein öffentliches, vielfältiges Publikum richtet, der Lage gerecht wird sowie das kulturelle und kreativwirtschaftliche Angebot der Speicherstadt und des Speichers M28 erweitert. Außerdem soll es zum Gesamtprofil des Hauses passen, es ergänzen und bereichern – zum Beispiel durch Ausstellungen, kleinere Veranstaltungen und die Integration eines kleineren gastronomischen Angebotes.

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft wird nach Abschluss der Sanierung durch die HHLA als Hauptmieter die Flächen untervermieten. Sie werden im Rahmen dieses Ausschreibungsverfahrens gemeinsam mit der Kulturbehörde Hamburg und in Zusammenarbeit mit dem AfdK e.V. vergeben. Interessierte können sich bis zum 24. April 2017 bewerben. Weitere Informationen sowie die kompletten Ausschreibungsunterlagen zum Speicher M28 sind hier abrufbar: http://kreativgesellschaft.org/de/schwerpunkte/raeume/kreativspeicher.

Die Entwicklung des Speichers M28 ist im Hinblick auf die kreativwirtschaftliche Umnutzung die erste Stufe im Konzept für die Entwicklung der Speicherstadt, in dem der Senat 2012 festgelegt hat, dass mittelfristig 10.000 Quadratmeter zusätzlich für Künstler und Akteure aus kulturellen und kreativwirtschaftlichen Bereichen zur Verfügung stehen sollen.