Zum Gruseln sind die wenigsten in der HafenCity gekommen
Zum Gruseln sind die wenigsten in der HafenCity gekommen
Nur nicht ärgern!
Sie kennen das: Sie sitzen auf der Bank oder schlendern die Promenade entlang, Ihnen kommen Touristenströme entgegen und da schnappt man so den einen oder anderen Kommentar über unser Quartier auf. Manches ist zum Schmunzeln, einiges zum Lachen, weniges soll ernsthafte Kritik sein. Alles nur Sprachfetzen von Menschen, die neugierig auf unseren Stadtteil sind. Und so leicht und locker sollten wir den Artikel von Herrn Niklas Maak über die HafenCity im neuen Merian-Heft „Das Neueste an der Elbe“ auch nehmen.

Als ehemaliger Streiflichtautor der Süddeutschen muß er bei einer Zwischenbilanz über die HafenCity natürlich schon ehrenhalber so richtig vom Leder ziehen. Da prasseln Formulierungen wie „ambitionierter Stadtmöbel-Designschrott“, „besoffen herumtrudelnden Lichtskulpturen“, „gähnend langweilig“ und „Luxusverslumung“ auf meine sensible HafenCity-Bewohner-Seele ein. Fast alles kann ich gedanklich locker über die Schulter werfen, aber die Bemerkung : “banale Luxuswohnungen und Bürokartons hocken nebeneinander wie Rentner auf der Parkbank“ hat mich tief gekränkt.
Dabei weiß ich nicht einmal, ob „Rentner“ oder „banale Architektur“ der auslösende Faktor war. Denn die Parkbank – besser die Promenadenbank bei Sonnenschein und Hafenblick ist bei mir und meinen Nachbarn (von 30+ bis 60+) zu 100 Prozent positiv besetzt – im doppelten Sinne.