Auf alten Stadtplänen endet Hamburg am Baumwall
Auf alten Stadtplänen endet Hamburg am Baumwall
LIVE am Kibbelsteg 

Ja, da haben wir nun das Kesselhaus, Infoschilder und den InfoPavillon Überseequartier und da stand es doch, das ratlose süddeutsche Ehepaar am Sandtokai Ecke Großer Grasbrook.
„Wo geht es hier zur Elberandstraße?“ Verdutzt schaue ich auf seinen kleinen Stadtplan und tatsächlich beim Brook war die Karte und damit Hamburgs Innenstadt zu Ende. Da war ich gefordert. Nur zu gern spielte ich den Fremdenführer und schickte sie auf unsere Vorzeige-Promenaden Richtung Elbphilharmonie. Und ich schwöre – keine 50 Meter weiter am Pavillon Elbphilharmonie steht eine flotte  sympathische Mittdreißigerin und schaut auf ihren Falk-Klapp-Stadtplan, den sie wahrscheinlich aus ihrer Studienzeit noch feinsäuberlich unter H wie Hamburg archiviert hatte. Der Baumwall war ihr südlichster Punkt.

„Lohnt es sich überhaupt hier noch weiter zu gehen?“ fragte sie mich und ihr Atem gefror in der Kälte. Geschockt fiel mir nur „Ja, natürlich!“ ein. Auch ihr durfte ich ein wenig erzählen, ich wählte meine  hanseatische zurückhaltende Variante der Quartiersbeschreibung – versuchte nicht zu sehr zu schwärmen. Später konnte ich meine beiden Begegnungen auf der Promenade bei Schietwetter beobachten. Sie staunten und schienen happy zu sein. Schön – für alle Beteiligten.