Conrad Meissler in seinem Büro in der HafenCity

Conrad Meissler in seinem Büro in der HafenCity

Aus den Elbvororten in die HafenCity

Conrad Meissler, genannt Connie, glaubt an die HafenCity, auch wenn sie seiner Meinung nach mehr Grün vertragen könnte und ein wenig weniger Reglementierung, denn: „Strenge Reglementierung macht einen Teil der vordergründigen Sterilität des Stadtteils aus“. Conrad Meissler ist einer der Makler in Hamburg, die deswegen extra ein eigenes Büro in der HafenCity aufgemacht haben, auch wenn der Gesamtmarkt an Immobilien in dem neuen Stadtteil erst begrenzt Erträge liefert.

Ein Nachfahre berühmter Hamburger

Ein Nachfahre berühmter Hamburger

Der Pastorensohn aus Altona hat das Immobiliengeschäft im Blut und auf die harte Art gelernt. Dirk Engel, der verstorbene Mitgründer von Engel & Völkers, war sein Stiefbruder und sein großes Vorbild, von dort stammen auch seine ersten Erfahrungen im Maklergeschäft.  Sein Ur-Urgroßvater Martin Haller gehörte zu den angesehensten Hamburger Baumeistern des 19.Jahrhunderts, die Liste der mit auf sein Konto gehenden Bauten liest sich wie Auszug aus dem Gesamtdenkmalverzeichnis der Hamburger Innenstadt. Vom Rathaus, über dem Hapag-Haus am Ballindamm, die Laeiszhalle und direkt am Eingang zur HafenCity das Slomanhaus am Baumwall. Die Hallerstrasse wurde nicht nach ihm sondern nach dem Vater von Martin Haller, Nicolaus Ferdinand Haller, einem Hamburger Bürgermeister benannt.

 

Spaß muss sein

Spaß muss sein

Der Familienhintergrund klingt so, als wäre es nicht schwierig für Connie Meissler gewesen einen guten Start zu erwischen, doch auch er musste durch die harte Schule des Lebens gehen. Seine ersten Sporen verdiente er sich im Osten bei Engel & Völkers, aber aus familären Gründen kehrte er nach Hamburg zurück und startete faktisch bei Null. Vom Erlös seines verkauften Autos erwarben er und sein Partner Andreas Walther die erste Büroausstattung und legten die ersten Monatsmieten für ein kleines Büro im Blankeneser Treppenviertel zurück. Mit „viel Visionen und Illusionen“ starteten sie ihre ersten Projekte.

Ein erster Erfolg stellte sich bei der Projektierung eines Einkaufszentrums in Thüringen ein. In der Vorstellungsphase saßen er und sein Partner in ihrem Blankeneser Büro und leimten nachts das Modell des Zentrums mit Uhu und Pappe zusammen. Doch erst nach dem erfolgreich abgewickelten Verkauf zweier Häuser in Blankenese konnten sich die zwei erstmals ein Firmenschild leisten. Neben diesem Schild gibt es inzwischen ein zweites Markenzeichen in jedem Büro von Meissler: Einen Holzpropeller. Diese stammen von einer befreundeten Familie aus Norditalien und sollen den Pioniergeist symbolisieren, der sie auch in die HafenCity geführt hat. Hier leitet Conrad Meisslers Juniorpartner Hendrik Dobertin das Büro – HafenCity-erfahren weil selbst Nachbar am Kaiserkai.

Propeller gibt es in jedem Meissler-Büro

Propeller gibt es in jedem Meissler-Büro

Sein Tipp für die HafenCity überrascht nicht wirklich: “Die sicherste Anlage bei Inflation sind Immobilien in Top-Lagen wie die HafenCity“. Eines seiner Lieblingshäuser ist das Haus „Am Kaiserkai 56“. Hier stellt er sich vor, das sich Mick Jagger von Balkon zu Balkon schwingt – ein wahres Rock´n Roll Haus“.