Bürgerschaftsabgeordnete Henriette von Enckevort (SPD) alias Jette (Foto: CF)

Bürgerschaftsabgeordnete Henriette von Enckevort (SPD) alias Jette (Foto: CF)

Die Bürgerschaftsabgeordnete Henriette von Enckevort im Gespräch mit der HafenCity Zeitung über Politikverständnis, Erfolgserlebnisse und Verkehrsprobleme in der HafenCity

Seit zwei Jahren ist sie Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft: Henriette von Enckevort, besser bekannt als Jette. Als direktgewählte Abgeordnete im Wahlkreis 1, zu dem unter anderem die HafenCity gehört, ist die 37-jährige Verwaltungsjuristin seit 2015 Mitglied der SPD-Fraktion. In der Bürgerschaft und im Ausschuss Justiz und Datenschutz sowie im Verkehrsausschuss vertritt sie für ihre Fraktion gesamtstädtische Interessen und behält dabei ihren Wahlkreis stets fest im Blick.

„Die letzten zwei Jahre waren für mich spannend und arbeitsintensiv“, erzählt die junge Abgeordnete, die in dieser Zeit viel gelernt hat. Eigentlich war Jette beim Einzug in das Landesparlament das, was man landläufig einen „Politikprofi“ nennt. Als Bezirksabgeordnete und Fraktionsgeschäftsführerin in Hamburg-Mitte vertrat sie im Bezirksparlament mehrere Jahre die Interessen ihrer Wähler. „In der Bürgerschaft gilt es die unterschiedlichen Interessen im Sinne der gesamten Stadt abzuwägen. Hier vertrete ich einen von 17 Wahlkreisen.“

Das hält sie jedoch nicht davon ab, an ihrem Verständnis von Politik festzuhalten. „Für mich ist es wichtig mit den Menschen vor Ort im Gespräch zu sein. Ich kann nicht jedes Problem lösen. Ich kann aber bewirken, dass sich Bürger und Experten gemeinsam an einen Tisch setzen und darüber reden, wie eine Lösung aussehen müsste.“ Das Abgeordnetenbüro auf St. Pauli, das sie und ihre Mitarbeiter an sechs Tagen die Woche besetzen, spielt dabei eine wesentliche Rolle. Genauso wie ihre Stadtteilgespräche in St. Georg oder in der HafenCity.

Den Vorsitz des City-Ausschusses in der Bezirksversammlung, wo alle Großveranstaltungen im Bezirk und auch die Anträge aus dem Bürgerforum HafenCity beraten werden, hält sie weiterhin inne, genauso wie sie ihre Arbeit im Beirat Karolinenviertel fortsetzt.

„Am Ende des Tages reicht die Zeit nicht, um sich aller Themen anzunehmen“, gibt sie nachdenklich zu. Über diese Erkenntnisse helfen ihr politische Erfolge hinweg: ihr Einsatz für mehr Geld für Drogenhilfeeinrichtungen oder die Weiterführung der U 4 bis zu den Elbbrücken und die Entwicklung des Quartiers am Baakenhafen, das modellhaft für ein innovatives Mobilitätskonzept in Hamburg steht.

Regelmäßig informiert sich von Enckevort über die Verkehrsprobleme in der HafenCity. Für sie ist der neue Stadtteil nicht nur ein Ausflugsziel. „Hier wohnen Menschen, deren Anliegen wir berücksichtigen und uns mit der Beschwerdelage auseinandersetzen müssen.“ Viele Probleme rund um die Verkehrssituation an der Elbphilharmonie sind ihr bekannt.

„In dieser Frage ist die anstehende Evaluation sehr wichtig. Danach können wir uns mit den möglichen Lösungen auseinandersetzen“, bestätigt sie. Am 24. März lädt die örtliche SPD alle interessierten Nachbarn ein. Gast des Abends ist dann Henriette von Enckevort. Die heimliche Hauptfigur dürfte bei diesem Treffen mit einem Mitglied des Verkehrsausschusses in der Bürgerschaft aber die Verkehrssituation in der HafenCity sein.           CF

 

E-Mail: moin@jette.hamburg

 

24.03, 18 Uhr

Tarterie Jolie

Am Kaiserkai 25

20457 Hamburg