Der Wirtschaftssenator und die Fahrrinnenanpassung: seit vielen Jahren ein Thema (Foto: TEN)
Der Wirtschaftssenator und die Fahrrinnenanpassung: seit vielen Jahren ein Thema (Foto: TEN)

Antwerpen und Rotterdam hängen den Hamburger Hafen trotzdem ab

Der Hamburger Hafen befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Das teilten die Vorstände von Hafen Hamburg Marketing (HHM) auf der alljährlichen Jahrespressekonferenz Mitte Februar mit. Mit einem leichten Umsatzplus von 0,3 Prozent zum Vorjahr wurden 2016 138,2 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen. Besonders in der zweiten Jahreshälfte hatte der Umschlag zugelegt und der Handel mit den beiden größten Partnern China und Russland wieder angezogen.

Der Containerumschlag in Hamburg erhöhte sich um 1,0 Prozent auf 8,91 Millionen TEU, liegt aber weiterhin in der Range der Nordhäfen hinter Rotterdam mit einem Umschlagsplus von 1,2 Prozent und 12,39 Mio. TEU und Antwerpen mit einem Plus von 4 Prozent und 10,04 Mio. TEU zurück.

Eine besonders gute Entwicklung im Wettbewerb mit den Haupthäfen Nordeuropas weisen die sogenannten Hinterlandverkehre auf. Beim Gütertransport auf der Schiene hat Hamburg ein Rekordergebnis erzielt, erstmals wurden mehr Güter mit der Bahn (46,6 Prozent) als per Lkw transportiert (41,8 Prozent). Die Position als führender Eisenbahnhafen Europas soll laut HHM weiter ausgebaut werden. Dazu beitragen soll eine Initiative der Warsteiner Brauerei, die Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen seit 2016 eine direkte Containerzugverbindung zum Hamburger Hafen mit dem sogenannten Warsteiner Containerzug anbietet.

Dauerthema auf der Hafen-Pressekonferenz seit 15 Jahren und auch in diesem Jahr war die Fahrrinnenanpassung. Wirtschaftssenator Frank Horch nahm Stellung zum jüngsten Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichtes. Das Gericht habe keinen Zweifel daran gelassen, dass die Elbvertiefung realisiert werden kann. Nun müsse man schnell die fehlenden Auflagen erfüllen.

Für 2017 erhoffen sich die Vorstände von Hafen Hamburg Marketing Ingo Egloff und Axel Mattern, das Ergebnis von 2016 halten zu können.

Wer mehr über den Hamburger Hafen erfahren möchte, der mit mehr als 130.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen ohne Zweifel das wirtschaftliche Herz der Hansestadt und der Metropolregion ist, hat dazu auf dem Hafengeburtstag vom 5. bis 7. Mai auf der Kehrwiederspitze in der HafenCity beste Gelegenheit. Hafen Hamburg Marketing präsentiert gemeinsam mit Partnerunternehmen aus dem Hafen in einem Infocontainer die moderne Arbeitswelt im Hafen. TEN