Die Vorstandskolleginnen bedanken sich bei Marion Hartung (Mitte) (Foto: CF)

Die Vorstandskolleginnen bedanken sich bei Marion Hartung (Mitte) (Foto: CF)

Das beliebte Stadtteilzentrum in Rothenburgsort macht Platz für den Wohnungsbau

 Einen ganzen Tag lang wurde Abschied gefeiert. Viele sind gekommen: Gründer der ersten Stunde, Freunde, die die Arbeit des Vereins Stadtteilräume geprägt haben, politische Vertreter aus Bürgerschaft und Bezirksversammlung, Mitarbeiter der Bezirksverwaltung und viele Nachbarn. Ein letztes Mal brachte das Wohnzimmer der Rothenburgsorter die Menschen zum Feiern und zum Austausch in den Räumen am Vierländer Damm zusammen.

„Rothenburgsort ist für mich eine Herzenssache“, so Torsten Witte vom Fachamt für integrierte Stadtteilentwicklung, der in seiner Rede den fairen Umgang, bei dem stets um Inhalte gerungen wird, lobte. „Zurzeit machen wir alles zum letzten Mal“, erzählt wehmütig Marion Hartung, die Vorsitzende des Trägervereins. Dabei geht die Arbeit weiter. Bis die neuen Räume fertiggestellt sind, sind kreative Zwischenlösungen gefragt. Hierbei helfen viele Akteure aus dem Stadtteil. Wie beim Umzug der Holz- und Fahrradwerkstatt in die Räume des Alten Zollamts. Ohne die ortsansässigen Firmen, wie das Speditionsunternehmen NAVIS oder den Hersteller von Lecithinen Cargill, wären die logistischen Probleme nicht lösbar gewesen. Für die kulturelle Unterhaltung sorgten Nachbarn: Kathryn Wieckhorst, eine Opernsängerin, die vor Kurzem aus New York nach Rothenburgsort zog, und auch das PEM-Theater waren vor Ort. Und auch für den Einzug in das noch nicht fertiggestellte Haus der Jugend wird Hilfe gebraucht.

In einer Anfrage an die Bezirksverwaltung will die Fraktion die LINKE nun wissen, wann die neuen Räume genutzt werden können und wie die Vermietungskonditionen aussehen werden. „Wir machen weiter“, verspricht Marion Hartung resolut und zuversichtlich.    CF