Die Tafel in Rothenburgsort bekommt einen neuen Träger, die weitere Versorgung scheint gesichert

 

In diesem Jahr schließt das LöwenARThaus seine Pforten am Entenwerder Stieg 10. Im Sommer endet der Mietvertrag des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Träger der sozialen Einrichtung ist, mit der städtischen Sprinkenhof GmbH. Zwar bestand laut Auskunft des Bezirksamts die Option auf eine Verlängerung, das LöwenARThaus entschied sich jedoch für die Aufgabe des Standortes an der Rothenburgsorter Norderelbe.

Eine Entscheidung, die für die Rothenburgsorter Tafel ein akutes Problem brachte. Die Tafel, die ihren Standort im LöwenARThaus hatte, ist von dieser Veränderung direkt betroffen – und damit die Bewohner des Stadtteils, die auf die Unterstützung durch die Lebensmittelausgabe dringend angewiesen sind. Erst in den letzten Januartagen erfuhren die Betroffenen und der Stadtteil von der Schließung der Ausgabestelle zum 1. Februar 2017. Hieß es anfänglich noch, die Tafeln der umgebenden Stadtteile könnten die zusätzlichen Kunden aus Rothenburgsort wegen mangelnder Kapazitäten nicht aufnehmen, ergab sich dann zumindest die Möglichkeit, die Einrichtung in Wilhelmsburg zu nutzen. Eine hilfreiche Notlösung, zumal die Anfahrt, gerade für alte, kranke und gehandicapte Menschen schwierig zu bewerkstelligen ist.

Schnell haben unterschiedliche Akteure aus dem Stadtteil reagiert. Sie sind auf die Suche nach einem neuen Standort gegangen, der die Tafel zumindest für einen Übergangszeitraum beherbergen kann. Unabhängig voneinander kamen Andreas Holznagel von der Initiative „Rothenburgsort – total stark“ und die Rothenburgsorter SPD-Vorsitzende Petra Ingeborg Beyerlein auf die Idee, die aktuellen Nutzer des Alten Zollamts um Unterstützung zu bitten.

Hier fanden sie sofort Zustimmung. Die Räumlichkeiten in der Marckmannstraße bieten sich schon aufgrund der relativ zentralen Lage im Stadtteil als Ort für eine Zwischenlösung an. Beyerlein stellte den Kontakt mit dem Dachverband Hamburger Tafeln her, deren Standortkoordinator die angebotene Fläche auch sofort in Augenschein nahm und diese abgesehen von einigen Adaptionsmaßnahmen für geeignet hielt, um als Übergangslösung zu dienen.

Mit Unterstützung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte kann nun nach einer dauerhaften Lösung gesucht werden, die auch die notwendige Barrierefreiheit bieten soll.

Etwas aufwendiger gestaltete sich dagegen die Suche nach einem neuen Träger. Diese Neuaufstellung ist nötig, da sich der bisherige Trägerverein mit dem Ende der Ausgabestelle am Entenwerder Stieg aufgelöst hat. Inzwischen hat die SPD-Vorsitzende Beyerlein Kontakt mit einem erfahrenen Träger, der auch die erforderlichen Helfer bereitstellen kann. Die Gespräche mit dem Dachverband der Hamburger Tafeln laufen.

Währenddessen fragen sich Bewohner des Stadtteiles, welche Planungen nun die Sprinkenhof GmbH mit dem Gebäude am Entenwerder Stieg hat.     CF

 

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