Carolin Peiseler (Foto: Prototyp Museum)

Carolin Peiseler (Foto: Prototyp Museum)

HafenCity Zeitung/ Kolumne

Im Gespräch mit Götz Weisener – Koordinator der IG Gewerbe der HafenCity – erzählen Mitglieder von den Herausforderungen und Chancen des Standortes. In dieser Ausgabe: Carolin Peiseler: PR- und Marketing Managerin des Automuseums PROTOTYP, Shanghaiallee 7.

Frau Peiseler, das Automuseum PROTOTYP gilt zu Recht als ein Pionier der HafenCity. Wie haben sich der Standort und das Quartier über die Jahre entwickelt?

Seit 2008 gibt es das Automuseum PROTOTYP. Meine Kollegen erzählen mir, dass anfangs hier noch alles Brachland war. Unser Gebäude ist ein denkmalgeschützter Fabrikbau von 1904. Mit viel Liebe zum Detail wurde dieser behutsam renoviert. Jetzt bietet er den perfekten Rahmen für die Präsentation unserer Sport- und Rennwagen aus 70 Jahren Automobilhistorie: eine Kombination von modernem Design und gewachsener Tradition. Im Quartier hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Die Eröffnung der HafenCity Universität und des Lohseparks haben positive Impulse gesetzt.

Was wären konkrete Verbesserungsansätze aus Ihrer Sicht?

Eine bewusst gesetzte Verlängerung der Laufachse vom Magdeburger Hafen zum Lohsepark, die Lust macht, den Bereich östlich der Elbarkaden zu entdecken. Optisch hört der für Fußgänger attraktive Raum zum Bummeln vor der Hongkongstraße auf. Kunst im öffentlichen Raum, ein Wasserspiel und ein paar zusätzliche Pflanzen bis zur Ecke Shanghaiallee/Koreastraße könnten viel bewirken. Auch bei Veranstaltungen sollte künftig nicht der Magdeburger Hafen Endpunkt sein, sondern das bespielte Areal den Lohsepark – und damit auch die Shanghaiallee – einbeziehen. Gut wäre außerdem, wenn die Ausschilderung auf Höhe U-Bahnhof Überseequartier auch auf attraktive touristische Orte wie das Automuseum PROTOTYP hinweist. Spätestens nach Eröffnung des neuen Kreuzfahrtterminals werden sich hier sehr viele Touristen orientieren.

Was macht das Automuseum PROTOTYP so interessant?

Außer seltenen Fahrzeugen gibt es bei uns Geschichten von genialen Konstrukteuren und waghalsigen Rennfahrern zu entdecken. Ihre Leidenschaft und Kreativität sind einfach inspirierend. Und dann natürlich das Design dieser Automobile und unsere Sonderausstellungen wie zum Beispiel die „BMW Art Cars“: Ab 11. November gibt es bei uns neun der rollenden Skulpturen zu sehen, die renommierte Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Jeff Koons gestaltet haben. Das ist etwas für Kunstinteressierte ebenso wie für Motorsportfans.

Warum sind Sie Mitglied in der IGG geworden?

Ich bin der Überzeugung, dass man sein Umfeld aktiv mitgestalten und sich gegenseitig helfen sollte. Die IGG bietet dafür ein hervorragendes Netzwerk.