Am 29. Januar findet der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr statt

Mit der Kirche und den Gewerkschaften weiß sich die Hamburger SPD einig: Mehr als vier verkaufsoffene Sonntage wird es auch 2017 nicht geben. Das ist nicht neu. Bekannt ist auch, dass es immer einer formellen Begründung bedarf, damit in der Metropole Hamburg am Sonntag eingekauft werden darf.

Unter dem Motto „Winterklänge“ dürfen die konsumfreudigen Hamburger und Besucher der Stadt, die gern eine Einkaufsstadt wäre, am letzten Sonntag des Monats von 13 bis 18 Uhr in den dann geöffneten Geschäften einkaufen gehen.

Eine Abschaffung der Anlassbezogenheit fordert dagegen der Handelsverband Deutschland (HDE). „In der Praxis führt dieses zu großen Umsetzungsschwierigkeiten, wenn der Nachweis erforderlich ist, dass die Besucherströme hauptsächlich durch die Veranstaltung generiert werden, die allein Anlass für die Ladenöffnung sein darf“, so der Interessensverband. Und die Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbandes Nord Brigitte Nolte betont, dass eine Sonntagsöffnung auch ohne Rahmenprogramm mit dem Hamburger Sonntagsfrieden absolut vereinbar sei.

Doch solange sich die Hamburger Politik diesem pragmatischen und für die Händler sicherlich kostengünstigeren Ansatz nicht anschließt, gehen wir eben weiterhin sonntags unter musikalischer Begleitung einkaufen.           

 BU: Musikalisches Begleitprogramm am verkaufsoffenen Sonntag (Foto: TH)