BU: Richard Meier ist der geistige Vater des neuen Headquarters von Engel & Völkers, das neben dem Marco Polo Tower stehen (Foto: TH)

BU: Richard Meier ist der geistige Vater des neuen Headquarters von Engel & Völkers, das neben dem Marco Polo Tower stehen (Foto: TH)

Strandhaus in der Stadt

Das traditionsreiche Hamburger Immobilienunternehmen Engel & Völkers wird seinen Firmenhauptsitz ab 2018 in der HafenCity haben.

Auf dem über 3.000 Quadratmeter großen Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Unilever-Haus und zum Kreuzfahrtterminal realisiert Engel & Völkers in einem Joint Venture mit der Quantum Immobilien AG ein außergewöhnliches Projekt. Denn der Gebäudekomplex wird nicht nur die Firmenzentrale beherbergen, auch 66 exklusive Eigentumswohnungen im sogenannten Strandhaus, konzipiert vom renommierten New Yorker Architekturbüro Richard Meier, und weitere 30 Mietwohnungen soll es hier geben.

Die drei verschiedenen Einheiten glänzen mit innovativen Konzepten.

So soll das neue Headquarter vor allem ein kommunikatives Zentrum werden, dass die Marke Engel & Völkers, aber auch den Standort Hamburg zum Erlebnis werden lässt. Die zweigeschossige Eingangshalle, die der Lobby eines Fünf-Sterne-Hotels entsprechen wird, soll sterile Konferenzräume ersetzen. Denn hier sollen Verhandlungen geführt werden sowie Treffen und Veranstaltungen stattfinden. In den fünf Stockwerken über der imposanten Eingangshalle werden die Büroräume liegen und hier wird auch die hauseigene Akademie einziehen. Viele Bereiche sollen öffentlich zugänglich sein. „Wir wollen Engel & Völkers für die Menschen erlebbar machen in der Qualität einer Fünf-Sterne Veranstaltung“, sagt Christian Völkers, der mit diesem Leitgedanken neue Bürogestaltungsgeschichte schreiben will.

dsc06728Für die Mietwohnungen, die eine Mietpreisobergrenze von 12,50 Euro pro Quadratmeter haben sollen, soll es eine Art Wohnberechtigungsprüfung geben, damit auch der normale Durchschnittsmieter hier einziehen kann. Für die Einkommensstarken bieten sich die Eigentumswohnungen im „Strandhaus by Richard Meier“ an. In dem 15-stöckigen Wohnturm, der mit Blick auf die Elbphilharmonie ausgerichtet ist, stehen 66 exklusiv ausgestattete Wohnungen und zwei Penthäuser zur Disposition. 30 Prozent seien schon verkauft. Bei Preisen bis zu 17.500 Euro pro Quadratmeter verstehen sich ein Concierge-Service, ein privater Fitnessbereich, Weinklimaschränke und ab der achten Etage Kamine fast von selbst. Die prägenden Interieur-Elemente von Richard Meier & Partners, wie raumhohe Türen, Schattenfugen, Deckenhöhen weit über drei Meter oder bodentiefe Fenster, die fantastische Blickachsen einfangen, tun ihr Übriges.

Hier ist alles weit über Standard, sogar der Concierge kommt aus dem Berliner Luxushotel Adlon. Und dass das Strandhaus die Südansicht Hamburgs mitprägen wird, darüber sind sich Bauherren und Architekten einig.
18 Monate hat es gedauert, bis die viergeschossige Tiefgarage fertiggestellt werden konnte, baurechtlich und technisch eine große Herausforderung, sagt Christian Völkers. Die Wassernähe habe eine aufwendige Bauweise erfordert, die man sonst nur bei Großprojekten wie dem U-Bahn-Bau finden würde. Jetzt wird mit dem Hochbau begonnen, die Fertigstellung ist für Anfang 2018 geplant. Der Einzug könnte dann zusammen mit dem 40. Firmenjubiläum gefeiert werden.            TEN