Öl, Holz, Wein & Elbe

Rolf Bergmeier, Öl auf Holz
Johannes Oberthür, Öl auf Leinwand

Ausstellung  vom 13.10. bis 7.1.

Wir laden herzlich ein zur

Eröffnung am Freitag, 13.10. um 19 Uhr

in Anwesenheit der Künstler.

 

Rolf Bergmeier: Öl auf Holz

Im 13.- 14. Jahrhundert war die übliche Maltechnik in Öl gebundene Farbpigmente auf Holztafeln. Erst später löste die Leinwand das Holz ab. Bergmeier überträgt die Methode „Öl auf Holz“ auf die Plastik und entwickelte über Jahre sein Herstellungsverfahren:
Ausgangspunkt eines Werks ist ein klar definierter räumlicher Füllkörper. Um diesen herum wird ein Geflecht aus Astfragmenten skizziert, dann angelegt und verleimt. Bei der Komposition des Astgeflechts antizipiert der Künstler, wie sich die Astgewebe nach Entfernen des Füllkörpers bei der Betrachtung aus wechselnden Positionen übereinander lagern. Während des Zusammenfügens des Astwerks läßt sich der Künstler von den Ästen zu neuen Linien inspirieren. Schließlich wird der Füllkörper entfernt und das Holz mit Ölfarbe bemalt.
Bergmeiers Werke strahlen in meditativer Poesie, wecken unwillkürlich Assoziationen an die Natur, erinnern an die Eingebundenheit in die Schöpfung.

Rolf Bergmeier, geb.1957 in Cuxhaven, studierte an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Stipendien führten ihn in die USA (Pollock-Krasner-Stipendium New York), nach China (Shenzen Fine Art Institute) und in die Schweiz.
Seine Werke sind zu finden in Ausstellungen und Sammlungen weltweit, u.a. in Deutschland, Schweiz, China, Mazedonien, USA.

Johannes Oberthür, Öl auf Leinwand

Eine Selbstbeschränkung auf Linien, das ist unerwartet, mutet streng an, asketisch. Und doch bleiben dem Künstler in seiner Beschränkung vielfältige Möglichkeiten. Immer wieder neu testet Johannes Oberthür die Spielräume, beweist die Wahrnehmbarkeit feinster Variationen: Gerade Linien, dünne Linien, verlaufende zarte Linien, aus der Reihe tanzende Linien, opake Farben, transparente Farben, sich überlagernde Linien, … 
Oberthürs Werke lassen Horizonte erscheinen und weites Meer im Sommer, tanzende Fröhlichkeit und konzentrierte kleine Bewegungen. Sie erinnern an japanische Architektur, die in strengen, asketischen Formen voller zeitloser Poesie und Zartheit ist.

Johannes Oberthür, geb. 1959, studierte in München und Berlin Kunst und Philosophie, promovierte 2000 in Philosophie.
Seine Werke sind zu finden in privaten und öffentlichen Sammlungen (u.a. Stadtmuseum Oldenburg, Gesundheitsministerium Berlin) und werden weltweit in Ausstellungen gezeigt (u. a.: Residenz des Dt. Botschafters in Wien, Espoo / Finnland, Brüssel / Belgien und in Luxemburg).

 
SAVE THE DATE: 
Sa. 16.12.17, 17 Uhr Special mit Vasile Butnaru (Wein auf Papier), Musik und Wein aus Moldawien.
Veranstaltung in Kooperation mit dem Honorarkonsulat der Republik Moldau in Hamburg und Niedersachsen.
 
Geöffnet: Fr-So 12-18 Uhr und nach Vereinbarung
(am 28. und 29 Okt. geschlossen).