Nils Landgren

Das erste Juni-Wochenende ist dem Jazz und Funk am Hafen gewidmet

Bereits zum achten Mal findet das in Sachen maritime Atmosphäre und Musik unschlagbare Elbjazz Festival statt – und noch immer wird am logistischen Konzept gefeilt und, wie jedes Mal, zu allen Göttern gebetet, die etwas mit dem Wetter zu tun haben. Letztes Jahr wurden die Macher erhört – nicht das erste Mal, aber erstaunlich oft brauchte man Gummistiefel und Ostfriesennerz, um die Musik auf den vielen Bühnen zu genießen. Ein Grund für das bessere Wetter mag die Verlegung des Elbjazz auf das erste Juni-Wochenende sein, es ist dann fast schon Sommer und dem Wetter fällt es deutlich leichter, freundlich zu sein.

Rund 60 Konzerte auf insgesamt acht verschiedenen Bühnen kann man dieses Jahr genießen, erfahrungsgemäß empfiehlt es sich aber seinen Konzertplan so zu gestalten, dass lange Wege nur selten nötig sind. Die Konzerte gruppieren sich um zwei Zentren – die HafenCity und das Werftgelände von Blohm+Voss: In der Elbphilharmonie (Großer Saal, Kleiner Saal), auf der Open Air-Bühne „HfMT Young Talents“ auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie, in der Hauptkirche St. Katharinen, auf der MS Stubnitz im Baakenhafen sowie auf drei Bühnen bei Blohm+Voss (Open Air-Hauptbühne, Open Air-Bühne „Am Helgen“ und der „NDR Info Radio Stage“ in der Schiffbauhalle). Für dieses Jahr haben sich die Festivalmacher viel vorgenommen: Gute Musik – selbstverständlich, bessere Transferlogistik mit mehr Barkassen und Shuttle-Bussen und zum ersten Mal ist der kleine Saal der Elbphilharmonie dabei, der anders als der große Saal, ohne Vorreservierung besucht werden kann. Die vier Konzerte im kleinen Saal werden sicherlich, gerade weil viele die Gelegenheit nutzen werden, um die Elbphilharmonie zum ersten Mal zu besuchen, gut besucht sein – wer dem zu erwartenden Trubel aus dem Weg gehen will ist aber auch schlicht auf dem Blohm + Voss Gelände gut aufgehoben. Dort gibt es an beiden Abenden alte Hasen des Elbjazz zu sehen, die es bisher noch immer geschafft haben, ihr Publikum zu flashen. Mit Nils Wülker Nils Landgren, Nneka, Kamasi Washington, Michael Wollny und zwei Bigbands ist für anständiges Getöse gesorgt. Wollny spielt übrigens dann noch weitere Konzerte im großen Saal der Elbphilharmonie, der in diesem Jahr schon am Donnerstag dem Festival gewidmet ist und mit dem Andromeda Mega Express Orchestra in das Festivalwochenende startet. Erfahrungsgemäß exzessiv geht es auf der MS Stubnitz zu, in der nach den Konzerten jeweils noch DJ’s die ganze Nacht auflegen Wie jedes Jahr gibt es zu Füßen der Elbphilharmonie die Bühne der Hochschule für Musik, wo diejenigen Elbjazz Atmosphäre schnuppern können, die sich keine Karten leisten konnten, wollten oder keine mehr abbekommen haben.  n MB

 

 

Tickets:

Es gibt sowohl 1-Tagestickets für den Freitag (1. Juni 2018) bzw. Samstag (2. Juni 2018) als auch 2-Tagestickets (1. + 2. Juni 2018). Das 2-Tagesticket (1. + 2. Juni 2018) kostet 99,00€. Das 1-Tagesticket Freitag (1. Juni 2018) kostet 55,00€, das 1-Tagesticket Samstag (2. Juni 2018) 69,00€. (Alle Ticketpreise inkl. Gebühren.) Tickets können online unter www.elbjazz.de und über die Hotline 040 – 413 22 60 (Montag bis Freitag 9.00 bis 18.30 Uhr) gekauft werden.