IMG_5527-29
Eine ganze Front bunter Lebensfreude

Rizzi in der Europapassage

Kunst bereichert das Leben, Kunst ist schön, und Kunst soll Spaß machen, vielleicht auch nachdenklich – aber sie soll nicht deprimieren. Dieses Credo gilt umso mehr für Kunst, die einen im Alltag begleitet, die Wände in Wohnungen und Häuser schmückt. Meister der fröhlichen Kategorie Kunst war der vor rund vier Jahren verstorbene James Rizzi. Seine Bilder schmückten nicht nur Wände, sondern ganze Häuser, Sondereditionen von Autos, Straßenbahnen, Flugzeuge und nicht zuletzt eine ganze Reihe von Gebrauchs- und Dekorationsgegenständen. Schon lange war die Walentowski Galerie „Udo Lindenberg & more“ in der Europapassage Hort der letzten Originale und autorisierten Reprints. So lag es für Christoph und Heinrich Walentowski sowie ihre Hamburger Geschäftsführerin Susanne Colo nahe, eine nur dem New Yorker Künstler gewidmete Galerie einzurichten, als ihnen eine zusätzliche Fläche in der Europapassage angeboten wurde. In der „James Rizzi Pop Art Galerie“ zeigt Walentowski alle Aspekte des Schaffens des Pop-Art-Künstlers – von der Postkarte für den kleinen Geldbeutel über ausgewähltes Goebel-Porzellan bis hin zu seltenen Unikaten, 3-D-Serigrafien, Bildern der Loft-Serie und farbenfrohen Dekorationsgegenständen. Diese deutschlandweit einmalige Galerie – einzig dem fröhlichen Universum Rizzis gewidmet – macht einfach gute Laune, und James Rizzi wäre stolz auf sie gewesen. Ein Jahr vor seinem Tod besuchte der Künstler Hamburg und die Walentowski Galerie zum letzten Mal. Dabei brachte er natürlich auch seine Sicht der Stadt auf die Leinwand. Das Ergebnis konnte man im Rahmen einer Charity-Aktion erwerben – die Walentowskis verbinden ihren Spaß an der Kunst gerne mit guten Taten. Der Versteigerungserlös eines Unikats von James Rizzi mit einem in typischer Rizzi-Manier gestalteten Hamburg-Motiv und dem Titel „My kind of Hamburg“ ging zu 100 Prozent an „Dunkelziffer e. V“. Aber auch Hamburger Lokalgrößen wie Udo Lindenberg und Otto Waalkes spendeten Werke für den guten Zweck. Waalkes zum Beispiel für die Hamburger Tafel, Lindenberg für die Udo Lindenberg Stiftung, mit der der Künstler kulturpolitische Aktivitäten, humanitäre und soziale Projekte unterstützt. Seine Postkarte „Ahoi Hamburg“ ist in beiden Galerien für 50 Cent zu erwerben.

 

Auch in der Stammgalerie gibt es viel zu sehen
Auch in der Stammgalerie gibt es viel zu sehen

Natürlich lohnt sich aber immer noch der Besuch in der schräg gegenüberliegenden Stammgalerie „Udo Lindenberg & more“, in der es – wie der Name schon sagt – die berühmten Bilder des Hamburger Originals zu sehen gibt, aber auch noch viele andere Pop Art Künstler ihr Zuhause gefunden haben. Deutsche Berühmtheiten wie Armin Mueller-Stahl und Otto Waalkes sind ebenso Teil der Ausstellung, außerdem internationale Künstler wie James Rizzi, Axel Crieger, Ekaterina Moré, Heinke Böhnert, Claus Schenk, Helge Schneider oder Volker Kühn. Auch wer an Hamburg-Motiven interessiert ist, wird hier glücklich: Neben Panorama-Fotografien von Stefan Korff haben sich zahlreiche Künstler von der Hansestadt inspirieren lassen.

 

Zu Ostern naht schon die nächste Charity-Aktion: Eine ganze Reihe von Kunst-Säulen sind für den guten Zweck von Prominenten und Künstlern gestaltet worden und werden im Rahmen einer großen Auktion in der Zeit vom 19. März bis 2. April 2015 an den Meistbietenden versteigert. Mehr darüber erfahren Sie unter www.galerie-europapassage.de.