Rund eine halbe Million Kubikmeter Erde müssen für Hamburgs größte Baugrube bewegt werden. Eine zentrale Rolle beim Abtransport spielt der Wasserweg.

Schon jetzt ließe sich mit den Erdmassen der große Konzertsaal der Elbphilharmonie gut sechsmal befüllen: Rund 260.000 Kubikmeter Erdreich hat Projektentwickler Unibail-Rodamco bis Mitte April im südlichen Überseequartier in der HafenCity ausgehoben. Damit ist die derzeit größte Baugrube Hamburgs zu mehr als 50 Prozent fertiggestellt. Der Abtransport verteilt sich derweil auf mehrere Routen. Die Bauherren nutzen dabei auch den Zugang zur Elbe, um die ausgehobene Erde direkt von der Baustelle zu verschiffen. Die Ziele hinter dieser Maßnahme sind eine Entlastung der Hauptverkehrsstraßen sowie in der Folge auch eine Reduzierung des Baulärms.

Bis 2021 entwickelt Unibail-Rodamco das zentrale Stadtquartier der HafenCity. Raum zum Leben, Arbeiten, Wohnen und Einkaufen soll entstehen und Touristen wie Hamburger in den jüngsten Teil der Hansestadt ziehen. Ehe die 14 Gebäude des Quartiers aber in die Höhe gebaut werden können, arbeitet das Projektteam um Jacques Boursault, Head of Construction, und Jürgen Glietz, Head of Development, an den Vorbereitungen für das Fundament.

„Unser Ziel ist es, die Baugrube schnellstmöglich fertigzustellen und noch in diesem Jahr mit dem Hochbau zu beginnen“, sagt Jürgen Glietz. „Wir liegen dabei nach wie vor sehr gut im zeitlichen Rahmen, den wir uns gemeinsam mit der Stadt für das Projekt gesetzt haben.“

3.300 LKW-Ladungen Erde verlassen Hamburg auf dem Wasserweg

Eine besondere Herausforderung ist der Abtransport der ausgehobenen Erde. Insgesamt müssen rund 480.000 Kubikmeter Erdreich bewegt werden. Um die Hauptverkehrsstraßen der HafenCity zu entlasten, nutzen die Bauunternehmer alle Optionen der bestehenden Infrastruktur. Der Elbe kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Insgesamt werden rund 3.300 LKW-Ladungen Erde direkt von der Baustelle auf Transportschiffe verladen und anschließend über den Wasserweg ins europäische Ausland gebracht.

„Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, um den Bauprozess nachhaltig zu gestalten“, so Jacques Boursault. „Diese Denkweise geht deutlich über die verwendeten Materialien hinaus und umfasst alle Phasen der Projektplanung und -umsetzung. Wir setzen die Prinzipien unserer unternehmensweiten Nachhaltigkeitsstrategie unmittelbar im Bauprozess um.“

Die eigenen Ansprüche in puncto Unternehmensverantwortung hat Unibail-Rodamco bereits Ende 2015 in der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie „Better Places 2030“ formuliert. Diesen Vorgaben entspricht das Überseequartier als unternehmensweites Vorzeigeprojekt in besonderem Maße. Die definierten Ziele gelten gleichermaßen für Unibail-Rodamco selbst wie auch für alle beschäftigten Dienstleister. Bestandteil der Strategie sind dabei auch Fragen des Umweltschutzes, der Mobilität, des Transports, der sozialen Verantwortung gegenüber den Standorten sowie der internen Unternehmenskultur.

Ein neues urbanes Quartier für Hamburg

Kosmopolitisch, offen und urban – das südliche Überseequartier wird kein Ort wie jeder andere. Konzipiert als integrierter Stadtteil und zentraler Baustein der Hamburger HafenCity, wird es Raum zum Leben und Arbeiten mit attraktiven Kultur- und Freizeitangeboten sowie innovativen Einkaufs- und Entertainmentkonzepten verbinden. Im südlichen Überseequartier schlägt Unibail-Rodamco Germany damit eine Brücke zwischen Tradition und Moderne und verbindet zukunftsweisende Modelle für urbanes Zusammenleben mit dem historisch gewachsenen Selbstverständnis Hamburgs. Das Ziel: Ein pulsierender Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Mit  einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro, ist es eines der bedeutendsten Projekte der gesamten Unternehmensgeschichte von Unibail-Rodamco.