8.000 Besucher waren es nach den Angaben der Organisatoren. Und wer da war neigt dazu, diese Zahl zu bestätigen. Bei bestem Sommerwetter kamen die Hamburger und besuchten zahlreich das Kreativquartier auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs an der Stockmeyerstraße.

Ein buntes Programm erwartete die Besucher. Sportliche Aktivitäten für Groß und Klein, Fotoausstellungen, Kurzfilme oder auch der „Kräutergarten to go“, sowie diverse Schnupper-Klassikkonzerte und Musik und Tanz für Jugendliche waren nur einige der Programmpunkte. Im Oberhafen war was los. Das kann man neuerdings auch im Alltag feststellen, denn in diesem Jahr konnten weitere Nutzer ihre Hallen beziehen. „Inzwischen bestehen auf dem Areal des Oberhafens 42 Mietverhältnisse und bieten 100 Arbeitsplätze“, so Sebastian Ploog, Mitglied des neugegründeten Vereins „Der Oberhafen 5+1 e.V.“, der seit dem 1. Juni eingetragen ist. Der Verein bildet den Rahmen für die Selbstorganisation der Nutzer auf dem Areal und steht unter anderem als Ansprechpartner für Politik und Behörden, zur Beschaffung von Fördermitteln und für die gemeinsame Außenkommunikation der Nutzer. Auch die Vollversammlung der Nutzer, die die Vereinsvertreter wählt und einmal im Quartal oder nach Bedarf tagt, wird von „5+1“ organisiert.

Egbert Rühl, Geschäftsführer der Kreativgesellschaft, die sich im Auftrag der Hamburger Kulturbehörde als zentrale Anlaufstelle für die Akteure der Hamburger Kreativwirtschaft versteht, begrüßt die Vereinsgründung. „Im Oberhafen haben wir es mit einem hochkomplexen Prozess zu tun. Wir wollen die Synergien, die sich aus der Gemeinschaft ergeben, nutzen.“ erklärt Rühl die finanzielle Unterstützung des Partizipationsprozesses. „5+1“ erhält bis zum 30. Mai 2021 Fördermittel, um die Arbeit an diesem Beteiligungsprozess zu gewährleisten, muss andererseits durch die Selbstverwaltung aber auch weitere Finanzmittel generieren. Zur Zeit ist nur 1/3 der Flächen fertig gestellt und so ergänzt Egbert Rühl: „ …wir sind offen für weitere Nutzer“. Welche es sein werden, ist noch nicht klar. „Der Oberhafen ist noch nicht ausdefiniert“, ergänzt Brigitte Witthoeft. Derzeit gäbe es hier viele Kreative, der Kulturaspekt käme aber noch zu kurz, so die Vertreterin der HafenCity Hamburg GmbH. Joe Hofmann stellt als Mitglied von „5+1“ klar: „Wir wünschen uns Nutzer, die mit den anderen Nutzern vereinbar sind“. Es bleibt also abzuwarten, welche Neuigkeiten es beim vierten Tag des Oberhafens im nächsten Jahr zu besichtigen gibt. CF