Der Vorstand nach den Wahlen: C. Grundmann, C. Simon-Noll, S. Munzinger, F. Mehlin, B. Michaelsen, S. Werner, M. Borscheid und P. Stremel v.l. – nicht im Bild Nagis Sadat- (Foto:CF)
Der Vorstand nach den Wahlen: C. Grundmann, C. Simon-Noll, S. Munzinger, F. Mehlin, B. Michaelsen, S. Werner, M. Borscheid und P. Stremel v.l. – nicht im Bild Nagis Sadat- (Foto:CF)

Der Verein Flüchtlingshilfe HafenCity lud zur Jahresmitgliederversammlung ein

Im Oktober 2016 zogen die ersten geflüchteten Personen in die HafenCity ein. Frühzeitig engagierten und organisierten sich viele Bewohner. Schließlich galt es 720 neue Nachbarn  willkommen zu heißen in einem Stadtteil, das knapp selbst gerade einmal über rund 2.000 Einwohner verfügte.  Die ersten Sitzungen des gemeinnützigen Vereins Flüchtlingshilfe HafenCity e.V. fanden im voll besetzten Kesselhaus statt.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung der „Flüchtlingshelfer“ war ein kleinerer Saal ausreichend. Und so begrüßte die Vorsitzende Christine Simon-Noll im Ökumenischen Forum an der Shanghaiallee hauptsächlich den Kreis der aktiven Mitglieder, die sich fast von Anfang an engagieren. Der dann folgende Bericht des Vorstandes zeigte die beeindruckende Anzahl von Aktivitäten, die der Kreis der ehrenamtlich Engagierten für ihre Nachbarn in der öffentlichen Wohnunterkunft in der Kirchenpauerstraße bewerkstelligt hat: Der Kinderhafen, die Fahrradwerkstatt, der Deutschunterricht für Groß- und Klein sowie das wöchentliche Begegnungscafé gehören dazu, genauso wie das Spiel & Spaß- Team, das von Mitarbeitern der Firma Gebrüder Heinemann organisiert wird und bei dem gespielt, gelacht und nebenbei Deutsch gelernt wird.

Interessierte Flüchtlinge werden auch beim Training für Bewerbungen, beim Berufseinstieg oder auch bei der Suche nach Praktikumsstellen unterstützt. „Wir sind da, wenn Hilfe gebraucht wird und wir sie leisten können“, betonte Simon-Noll und bedankte sich nicht nur bei allen Mitstreitern, sondern auch bei den Kooperationspartnern, wie der Initiative kids welcome,  für das außerordentliche Engagement. Ihre Vorstandskollegen Sandra Munzinger und Frank Mehlin berichteten darüber hinaus über das weiterhin erforderliche Werben um Geld- und, fast noch wichtiger, – um Zeitspenden. Es ist nichts so, wie zu Beginn, verraten die Vorstandsmitglieder: neue Bewohner sind eingezogen, das Team von fördern & wohnen, das die Unterkunft betreibt, hat sich personell verändert und viele der anfänglichen Unterstützer sind nicht mehr dabei. Die Helfer sind selbst ständig auf der Suche nach neuen Mitstreitern,  insbesondere für den Deutschunterricht.  Und diese werden als Unterstützung dringend benötigt, denn bis September 2020 wird die öffentliche Wohnunterkunft  an der Kirchenpauerstraße weiter bestehen.  CF