Die Bezirksversammlung ehrte das freiwillige Engagement für die  Integration

Sie sind Vorbilder: die Menschen, die sich in Hamburg-Mitte für andere ehrenamtlich engagieren. Bei der zwölften Verleihung des  Bürgerpreises für herausragendes Engagement in der Integrationsarbeit wurde auch die Arbeit der Flüchtlingshilfe in der HafenCity gewürdigt.

Mit 2.000 Euro dotierte die Jury den ersten Preis, der an die AG Integration und Antirassismus des Gymnasiums Finkenwerder ging. Unter dem Titel „Andere Zeiten – Gleiche Fehler?“  hatten die Schülerinnen und Schüler unter der Schirmherrschaft der Holocaust-Überlebende Esther Bejarano in der diesjährigen Projektwoche die heutige Zeit mit dem Deutschland in der 30-er und 40-er Jahren des vorigen Jahrhunderts verglichen und kamen zu dem optimistischen Schluss, dass das heutige bürgerschaftliche Engagement dem Hass gegen Menschen entgegenwirkt.  Mit einer Nominierung für den deutschen Engagementpreis wurde ihre Arbeit doppelt belohnt. Stellvertretend für die unabhängige Initiative von Ehrenamtlichen, die sich seit 2016 für Geflüchtete in der HafenCity einsetzt, nahmen Christine Simon-Noll und Tanja Antonia Heine einen der mit 1.000 Euro dotierten dritten Preise entgegen. Das Preisgeld wird in die Ausstattung des Hex Houses, ein Gemeinschaftsraum vor der öffentlichen Unterkunft (die HCZ berichtete), mit Musikinstrumenten sowie Materialien für eine Nähwerkstatt fließen. Weitere Preise gingen an Anima Awudu-Denteh, die als Kulturmittlerin  afrikanische Eltern bei Schwierigkeiten im deutschen Schul- und Erziehungssystem unterstützt und an  Susanne Groth, die  mit ihrem Bildband „Abseits – Vom Leben am Rande der Gesellschaft in Hamburgs Mitte“ einen Einblick in das Leben obdachloser und wirtschaftlich schwacher Menschen gewährt. Mit einer Ehrung wurde der Träger des Bundesverdienstkreuzes Peter Schuldt gewürdigt. Das Engagement des Gründers des Chors Gospel Train und Mitinitiator des Projektes The Young ClassX „…trägt dazu bei, dass Werte wie Toleranz und Hilfsbereitschaft mit Leben und Musik gefüllt werden. Die Kulturlandschaft der Stadt Hamburg wird durch Peter Schuldts Wirken außerordentlich bereichert“, so die Begründung der Jury, die die Qual der Wahl hatte und aus 45 vorgeschlagenen Personen die diesjährigen Preisträger nominiert hat. Weiter geht es dann in 2019. Im festlichen Rahmen sollen wieder Vorbilder auf der Bühne stehen und ihr Engagement gewürdigt werden. Dann unter dem Titel „Preis der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte für herausragendes Ehrenamt“, wie der Hauptausschuss der Bezirksversammlung mehrheitlich beschlossen hat. CF