David Callau Gené, Malerei und Installation

Manchmal schaffen Überzeugungskraft und Dynamik mehr, als

große Namen und internationale Reichweite bewirken. Einmal mehr, in doppelter Hinsicht, zu erleben bei Iris Neitmann und ihrem Forum StadtLandKunst, die es diesmal geschafft hat, einen der wichtigsten spanischen Gegenwartskünstler, David Callau Gené, in die HafenCity zu locken.

Was das bedeutet sieht man schon an den Dimensionen, in denen Callau sonst denkt: Eben stellte er noch in Madrid auf mehreren hundert Quadratmetern in bester Lage seine häufig großformatigen Werke und Skulpturen aus, so packte er jetzt das Beste aus dieser Werkschau für die HafenCity zusammen, komprimiert auf das wesentliche in seiner Arbeit und trotzdem mehr ein Appetithappen, im Vergleich zur Fülle seiner Werke. Callau arbeitet mit allem, was ihm in die Hände fällt und schafft die Bindung mit üppigem Farbauftrag – schön zu sehen bei seinen Werken mit Glasscherben, die, weil sie für Bilder ungewöhnlich schwer sind und entsprechend aufwändig zu transportieren, nur in einer kleinen Auswahl in der HafenCity zu sehen sind. Gemälde, Film, Foto, Skulpturen – ein schwerer Autounfall war der Katalysator für die explosive Kreativität des Katalanen, der seitdem keine Genregrenzen mehr kennt. In der Ausstellung schwebt ein luftiges Mobile, an den Wänden seine

expressionistischen Gemälde, die einmal farbenfroh, einmal reduziert den Betrachter mit sich reißen. Emotional, südländisch temperamentvoll und allemal einen Besuch wert.

Forum StadtLandKunst,

20. April bis 17. Juni 2018

Öffnungszeiten:

Fr.- So. 12 – 18 Uhr u.n.V.

David Callau Gené (Fotos: Neitmann)

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