Ab dem 27. Mai sind in sechs Hamburger Kirchen und Kapellen Kunstwerke von über 25 Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, Asien und Afrika zu sehen, von denen einige bereits auf der documenta in Kassel oder der Biennale in Venedig ausgestellt haben. Bis zum 22. Juli währt die außergewöhnliche Ausstellungsreihe „Hinsehen. Reinhören. Die Kunst ist in den Kirchen“, für die neue Arbeiten geschaffen oder zur Verfügung gestellt werden. Die beteiligten evangelischen und katholischen Kirchen St. Marien-Dom, Hauptkirche St.Katharinen, Kleiner Michel, Hauptkirche St. Jacobi, Ökumenisches Forum HafenCity und St.Georgskirche am Hauptbahnhof werden während des Ausstellungszeitraums täglich außer montags von 12 bis 17 Uhr geöffnet sein – und darüber hinaus zu ihren regulären Öffnungszeiten. Besondere Gottesdienste und ein Begleitprogramm mit Künstlergesprächen, Diskussionen und Vorträgen laden zur weiteren Auseinandersetzung ein, Infos unter www.hinsehen-reinhoeren.de.
DIE KUNST IST IN DEN KIRCHEN
Kunst und Kirche haben eine lange gemeinsame Vergangenheit. Die Geschichte der europäischen Kunst zeigt zu weiten Teilen die christliche Geschichte von Gott und den Menschen. Wir finden sie in den Fenstern von Kirchräumen, an den Wänden, den Altären und Kanzeln.
Doch in der Moderne gehen Kunst und Kirche oft getrennte Wege. In dieser Ausstellungsreihe kommen zeitgenössische Kunst und Kirche wieder miteinander ins Gespräch: Die Kunstwerke sollen Kommentar und Anregung wie Ergänzung zu dem sein, was sonst in den jeweiligen Kirchen zu sehen ist.

HINSEHEN – In Bildern erfassen wir die Welt. In der Ausstellungsreihe trifft (zumeist) neuere
Kunst auf ältere Kunst in sakralen Räumen. Die Werke wollen im Kontext der Kirchen
gesehen werden und umgekehrt: Beides entfaltet durch das jeweils andere eine neue
Wirkung. Der Zusammenklang von Kunst und Kirchenraum lädt ein, genau auf das Alte und
auf das Neue zu schauen.

REINHÖREN – Wer von einem Kunstwerk angesprochen wird, hört in sich hinein: Was
bewirkt das, was ich sehe, bei mir? Gleichzeitig hören wir in den Kirchen auch darauf, was
Gott uns sagen möchte. So werden diese zu Orten der Kontemplation, der Meditation – über
sich selbst und die Kunst angesichts von neuen und alten „Ankerpunkten“ der
Aufmerksamkeit. Lassen Sie sich berühren und zum Nachdenken verführen!

DIE KÜNSTLER UND „IHRE“ KIRCHEN (Stand: 04.05.18)
St. Marien-Dom: Guillaume Bruère | Leiko Ikemura | Hermann Nitsch | Claudia Schink | Alte Gemälde aus der Sammlung Kellner
Hauptkirche St. Katharinen: Ai Weiwei | Vanessa Beecroft | Joseph Beuys | Asta Gröting  Rebecca Horn | Benyamin Reich
Kleiner Michel: Julia Krahn | Babylon Orchestra
Hauptkirche St. Jacobi: Axel Anklam | Regina Baierl | Meng Huang | Mari Otberg | Claudia Schink | Chiharu Shiota | Zhao Zhao | Till Brönner & Dieter Ilg
Ökumenisches Forum HafenCity: Christina Doll | Agung Kurniawan | Karolin Schwab |Micha Ullman | Deborah Frydericia Wargon
St. Georgskirche am Hauptbahnhof: Mwangi Hutter

„Hinsehen. Reinhören. Die Kunst ist in den Kirchen“ wird vom Berliner Ausstellungsmacher Alexander Ochs kuratiert: „Ich versuche Ausstellungen zu machen, die wie Meditationen sind. Ein sich wiederholendes Einatmen und Ausatmen. Nach über dreißig Ausstellungen in Kirchen in Berlin, Bad Doberan, Bamberg und Jerusalem freue ich mich auf Hamburg.“

„Hinsehen. Reinhören“ ist ein ökumenisches Projekt der Katholischen Akademie Hamburg, der Hauptkirche St. Katharinen und CIRCLES – Kunst + Kultur im Dialog mit den Religionen in
Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemeinden.